Kultur

Werther an der Oper Frankfurt

Drame lyrique in vier Akten von Jules Massenet

„Auch Goethe hätte sicherlich applaudiert, diese Premiere in der Frankfurter Oper dürfte ihm gefallen haben. (...) Unglaublich stimmig und intensiv wurde hier Massenets Werk in Szene gesetzt. (...) So aufgeführt wie in Frankfurt, beweist sich Massenets Werther als wahrer Publikumsmagnet und zeigt wieder einmal, dass große Gefühle auch heute noch sehr en vogue sind.“ So urteilte das Internetportal Klassik.com nach der Premiere der nach Goethes Briefroman entstandenen Oper von Jules Massenet (1842-1912).

Szene-Foto 1
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Foto: Barbara Aumüller
Szene-Foto 2 Werther
Szene-Foto 2 Werther
Foto: Barbara Aumüller

So urteilte das Internetportal Klassik.com nach der Premiere der nach Goethes Briefroman entstandenen Oper von Jules Massenet (1842-1912). Das Werk in der Inszenierung von Willy Decker feierte als Originalproduktion der Nederlandse Opera Amsterdam am 11. Dezember 2005 seine Frankfurter Premiere – und stößt seither regelmäßig auf positive Resonanz des Publikums.

Zum Inhalt: Werther liebt Charlotte, doch diese ist mit Albert verlobt und weist den schwärmerischen jungen Mann zurück. Am Sterbebett ihrer Mutter hat sie versprochen, Albert zum Mann zu nehmen. Nach der Hochzeit treffen sich Charlotte und Werther erneut, und sie muss feststellen, dass er ihr nicht gleichgültig ist. Auch Werthers Zuneigung ist nicht geringer geworden. Von der Ausweglosigkeit der Situation überzeugt, bittet Werther Albert um dessen Pistolen, er will sich auf eine längere Reise begeben. Der inzwischen misstrauisch gewordene Ehemann zwingt seine entsetzte Frau, die Waffen herauszugeben. Voll dunkler Vorahnungen eilt Charlotte dem Unglücklichen nach, doch sie kommt zu spät – tödlich verwundet stirbt er in ihren Armen.

Felix Bender dirigiert die siebte Wiederaufnahme von Massenets Werk an der Oper Frankfurt. Er ist seit der Spielzeit 2021/22 Generalmusikdirektor am Theater Ulm und leitete dort unter anderem Produktionen wie Le nozze di Figaro, Ariadne auf Naxos, Parsifal, Otello und Cavalleria rusticana / I Pagliacci sowie Händels Amadigi di Gaula, Donizettis Anna Bolena und die international beachtete Uraufführung von Tournemires La Légende de Tristan. In den Jahren zuvor war er ständiger Gastdirigent an der Oper in Leipzig. 

Die Partie des Werther verkörpert der amerikanische Tenor John Osborn. Dem Frankfurter Publikum hat er sich bereits 2014 in dieser Partie vorgestellt, 2024 gestaltete er einen Liederabend am Frankfurter Haus u.a. mit Liedern von Beethoven, Schubert und Brahms. 

Die weiteren Partien sind vorwiegend mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt: Bianca Andrew (Charlotte) war in dieser Saison bereits als Aurelia in Blühen, der Uraufführung des Jahres 2023 im Jahrbuch des Fachmagazins Opernwelt und als Carmen im Einsatz. Die Partie der Sophie wird von Anna Nekhames und im April 2026 von Karolina Bengtsson gesungen, Sebastian Geyer ist als Albert und Pete Thanapat als Johann zu erleben. Jihun Hong übernimmt die Partie des Schmidt. Als Gast komplettiert Franz Mayer (Le Baili), der von 1977 bis 2016 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt war, die Besetzung.

Wiederaufnahme: Freitag, 6. März 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 11. März; 4., 9., 17. April 2026
Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr.

Preise: € 16 bis 109 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf (069)21249494 erhältlich.