Wie die Neue Altstadt Frankfurt entstand
Eine Ausstellung in der Ostzeile des Römerbergs Nr. 8 - 10 zeigt die verschiedenen Gewerke, die der Neuen Altstadt ihr Gesicht gegeben haben. Im Rahmen der World Design Capital 2026 (WDC 2026) zeigen lebensgroße Aufsteller der Handwerker, Mitmachstationen für Kinder und detaillierte Beschreibungen verschiedener Bauteile und ihrer Bearbeitung, wie viel Handwerkskunst in den Häusern steckt.
„Die Neue Altstadt hat eine lange und bewegte Planungs- und Beteiligungsgeschichte, dabei spielt das Handwerk eine besondere Rolle“, erklärt Matthias Leißner, Geschäftsführer der DomRömer GmbH. Die Ausstellung soll zeigen, in welcher Detailtiefe die einzelnen Werkstoffe bearbeitet wurden. Betonbauteile, die in Werkstätten gegossen wurden, angeliefert und eingepasst werden mussten. Kunstvoll geschnitzte Holzbalken und detaillierte Stuckarbeiten – was alles in und an den Häusern der Altstadt steckt, sieht man meist erst auf den zweiten Blick. Mit Liebe zum Detail wurde die Entstehung der Neuen Altstadt dokumentiert. Interviews beteiligter Handwerker und Handwerkerinnen geben Einblick in die besonderen Kompetenzen. Sie zeigen die Vielfältigkeit der zum Einsatz gekommenen Gewerke und würdigt deren handwerkliche Leistungen.
Wer lieber das Große und Ganze bewundert, kann in einem Zeitrafferfilm dem Quartier beim Wachsen zusehen. Kinder haben die Möglichkeit, selbst unter die Baumeister zu gehen und die neuen Fassaden zu gestalten. Geöffnet ist die Ausstellung jeweils von Donnerstag bis Samstag von 11 bis 15 Uhr (außer feiertags). Der Eintritt ist frei.
Hintergrund: Der Titel „World Design Capital“ wurde 2026 der Metropolregion Frankfurt Rhein Mail verliehen. Viele Akteure laden zu Veranstaltungen und Ausstellungen zum Thema Demokratie ein. Die DomRömer GmbH verantwortete die Planung und Realisierung der Neuen Altstadt und arbeitete damit an einem Stadtentwicklungsprojekt, das historische Baukultur, moderne Architektur und lebendige Stadträume verbindet. Die Ausstellungen zur Geschichte Frankfurts, seiner Altstadt und dem Wiederaufbau reihen sich in das Programm der WDC 2026 ein. Ein Schwerpunkt des DomRömer-Beitrags „Netzwerk Neue Altstadt“ liegt auf der besonderen Bedeutung der Handwerkerschaft in allen Zeitschichten. Entlang des Krönungswegs an der Schirn zeigt eine Bannerausstellung die Entstehung des städtebaulichen Jahrhundertprojekts, die Partizipation sowie die Geschichte der Altstadt.
Weitere Artikel aus der Kategorie: