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Vielfalt im Wohnungsbau sichern – bezahlbares genossenschaftliches Wohnen stärken

Für das Neubauprojekt der Wohnbaugenossenschaft (WBG) in Frankfurt am Main am Kellerskopfweg 11 in Zeilsheim hat die Stadt Frankfurt die Förderung von acht Mietwohnungen bewilligt. Auf einem rund 1300 Quadratmeter großen Erbpachtgrundstück entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 13 Wohnungen und sechs Stellplätzen. 

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Auf einem Erbpachtgrundstück am Kellerskopfweg 11 in Zeilsheim entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 13 geförderten Wohnungen im Rahmen der sozialen Mietwohnraumförderung des Landes Hessen
Foto: Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH, Frankfurt (BSMF)

Die geförderten Wohnungen werden im Förderweg 1 des Frankfurter Programms für den Neubau von bezahlbaren Mietwohnungen sowie im Rahmen der sozialen Mietwohnraumförderung des Landes Hessen realisiert.„Genossenschaften sorgen dafür, dass Menschen dauerhaft gut und bezahlbar wohnen können – und sie reden mit, wie sie leben wollen. Gerade solche Projekte bringen neue Wohnideen in die Stadtviertel. Das Frankfurter Vorhaben zeigt sehr konkret, dass auch kleinere genossenschaftliche Projekte einen spürbaren Unterschied auf dem angespannten Wohnungsmarkt machen können“, sagt Kaweh Mansoori, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. 

„Genossenschaften sind wichtige Partner auf einem fairen Mietmarkt, das zeigen auch Erfahrungen aus anderen europäischen Städten. Sie ergänzen das Angebot der großen Wohnungsbaugesellschaften und der privaten Vermieter. Durch genossenschaftliches Wohnen werden unterschiedliche Bedarfe abgedeckt und bezahlbarer Wohnraum langfristig gesichert. Mit dem Frankfurter Programm für den Neubau von bezahlbaren Mietwohnungen schaffen wir die Voraussetzungen, damit solche Projekte realisiert und zu günstigen Mieten ab 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten werden können“, erklärt Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen.

Für die Wohnbaugenossenschaft steht der Neubau im Zeichen einer strategischen Weiterentwicklung ihres Bestands. „Unser Wohnungsbestand besteht überwiegend aus kleineren Wohnungen aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Mit dem Neubau am Kellerskopfweg erweitern wir unser Angebot gezielt um größere Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen und schaffen damit zusätzlichen Wohnraum für Familien. So können wir sowohl neue Mitglieder gewinnen als auch Bestandsmieterinnen und -mietern ermöglichen, sich innerhalb der Genossenschaft zu vergrößern. Die Förderung ist eine wichtige Voraussetzung, um dieses Ziel umzusetzen“, erklärt Cora Lehnert, Vorständin der WBG. 

Projektorganisation und Architektur
Auf dem Grundstück eines ehemaligen Kindergartens entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit zwei bis drei Vollgeschossen und Dachgeschoss. Durch Balkone und Loggien ist ein direkter Bezug zum Freiraum bei allen Wohnungen gegeben. Rankkonstruktionen an Balkonen und Fassaden ermöglichen Fassadenbegrünung, zum Beispiel auch an den Giebelwänden. Die Gebäude werden in Massivbauweise mit Wärmedämmverbundsystem errichtet. Die Energieversorgung erfolgt über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, ergänzt durch eine Photovoltaikanlage. Die Außenanlagen werden begrünt gestaltet, unter anderem mit neuen Baumpflanzungen und einem kleinen Spielplatz. Sträucher und Hecken zonieren die Freiräume. Im Außenbereich befinden sich zudem Stellplätze für Fahrräder sowie 15 weitere im Kellergeschoß. Der Baubeginn ist für Mai 2026 vorgesehen.
 
Hintergrund – Daten und Fakten

  • Projekt: Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt am Main eG, Kellerskopfweg 11, Zeilsheim
  • Bauvorhaben: Zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 13 Wohnungen und 6 Stellplätzen
  • Geförderte Wohnungen: 8 Wohnungen im Förderweg 1 (Landesförderung „geringe Einkommen“ / Stadt Frankfurt)
  • Wohnungsgrößen: Zwei- bis Fünf-Personen-Haushalte, überwiegend Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen
  • Einstiegsmiete Förderweg 1: 6,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, zuzüglich Betriebskosten
  • Bindungen: Mietpreis- und Belegungsbindung für 40 Jahre
  • Energiestandard: Effizienzhaus 55, in Baubeschreibung steht hier KfW-40-Standard
  • Förderung Land Hessen: Landesbaudarlehen: rund 1,3 Millionen Euro; Landeszuschuss: 535.680 Euro; GFB-Darlehen: 80.000 Euro
  • Förderung Stadt Frankfurt: Baukostenzuschuss: 803.550 Euro; einmaliger Zuschuss zum Mietertrag: rund 1,3 Millionen Euro
  • Baugenehmigung: August 2024
  • Geplanter Baubeginn: Mai 2026 (ffm)