Sag beim Abschied leise Servus
Ausscheidende SPD-Fraktionsmitglieder im Römer verabschiedet
Die SPD-Fraktion im Frankfurter Römer hat am Freitag ihre ausscheidenden Fraktionsmitglieder verabschiedet und ihnen für die erfolgreiche politische Arbeit der vergangenen fünf Jahre gedankt. Insgesamt werden acht bisherige Fraktionsmitglieder der neuen Stadtverordnetenversammlung nicht mehr angehören. Gregor Amann, Viktorija Krzelj, Hüseyin Sitki und Holger Tschierschke traten nicht mehr zur Wahl an bzw. kandidierten auf hinteren Listenplätzen. Esther Gebhardt, Rahul Kumar, Almuth Meyer und Omar Shehata hingegen strebten eine weitere Amtszeit an, konnten am 15. März aber keines der 15 Stadtverordnetenmandate für die SPD erringen. Rahul Kumar hat als erster Nachrücker jedoch noch gute Chancen, in die Fraktion aufzurücken.
„Die Kompetenz und Erfahrung der acht Ausscheidenden werden der Fraktion fehlen. Ich möchte mich bei allen für ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Stadt bedanken. Die Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung ist extrem zeitintensiv und kaum mit einem normalen Ehrenamt zu vergleichen. Es wäre daher schön, wenn bei allen die Freude über die gewonnene freie Zeit größer ist als die Wehmut über das Ausscheiden“, sagte Ursula Busch, die Fraktionsvorsitzende der SPD im Römer.
Busch betonte, dass die gesamte Fraktion in der abgelaufenen Wahlperiode gute Arbeit geleistet habe: „Trotz des Umstands, dass eine konstruktive Zusammenarbeit mit Teilen der Koalition zwischenzeitlich äußerst herausfordernd war, ist es der SPD-Fraktion gemeinsam mit den sozialdemokratischen Dezernenten und dem Oberbürgermeister gelungen, wichtige Verbesserungen für die Menschen in Frankfurt durchzusetzen. Ich möchte hier beispielhaft die Verbesserungen beim Frankfurt Pass, die Reform der städtischen Erbbaurechte, die Grundsatzentscheidung für den Neubau der städtischen Bühnen und das bald entstehende Drogenhilfezentrum nennen.“
Dass der Haushalt 2026 auf den letzten Drücker gemeinsam von Grünen, SPD, Volt und den Linken beschlossenen werden konnte, wertet Busch als den vielleicht wichtigsten Erfolg der Wahlperiode: „Die Stadtverordnetenversammlung hat bewiesen, dass sie auch ohne feste Koalitionen handlungsfähig ist. Unsere Demokratie funktioniert! Dass wir mit der Einigung auch die von der CDU geforderten, drastischen Einschnitte im Bereich Bildung und Wohnen verhindern konnten, war unbedingt geboten. Das beschlossene kostenfreie erste Krippenjahr, ein kostenloses Frühstück in den Kitas und Krippen sowie mehr Geld für den Ankauf von Belegrechten für Sozialwohnungen sind originäre sozialdemokratische Forderungen. Die ausscheidenden Stadtverordneten können stolz darauf sein, daran mitgewirkt zu haben.“
Neben den wiedergewählten Fraktionsmitgliedern Ursula Busch, Abdenassar Gannoukh, Jan Klingelhöfer, Sylvia Kunze, Kristina Luxen, Roger Podstatny, Stella Schulz-Nurtsch und Simon Witsch, werden dann auch Sarya Ataç, Dijana Avdić, Dr. Türkân Kanbıçak, Rachid Khenissi, Mustapha Lamjahdi, Kolja Müller und Lena Voigt der SPD-Fraktion im Römer angehören.
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