Museum Angewandte Kunst hat in diesem Jahr viel vor
Das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main hat ein umfangreiches Ausstellungs-, Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm für 2026 auf seinem Programm stehen. Mit der ersten Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand.“ widmet sich das Museum nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt. Die Eröffnung ist am Sonntag und dauert bis 24. Mai.
Direktor Matthias Wagner K äußerte sich bei der Jahrespressekonferenz mehr als zufrieden über die Entwicklung des Museums im vergangenen Jahr und dankte besonders den sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das große Programm 2026 zusammengestellt haben. Im vergangenen Jahr 2025 kamen 141.379 Besucher ins Museum Angewandte Kunst. zu dem auch das Ikonenmuseum gehört. Elf Ausstellungen und mehrere Veranstaltungen gab es sowie weitere rund 450 Führungen und Workshops. Insbesondere zeigte sich ein großes Interesse zu digitalen Aufmerksamkeiten. Unter den Bestsellern der Ausstellungen 2025 waren u.a. „Die Welt am Fluss“ über Bewegtes und Vergängliches in der japanischen Kunst und „Der Palast des typografischen Mauerwerks“. Weiter die überaus gut besuchte Ausstellung „Text und Spirit“ und „100 Jahre - Das Neue Frankfurt“.
Abwechslungsreiche Ausstellungshighlights
Das aktuelle Jahr hält aber auch wieder eine Reihe abwechslungsreicher Ausstellungshighlights für Besucherinnen und Besucher bereit: Das neue Ausstellungsjahr startete bereits mit der Eröffnung des „WDC-Hubs“ im Erdgeschoss des Museum Angewandte Kunst. Der „WDC-Hub“ ist die zentrale Anlaufstelle der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026, informiert über das Programm und die Projekte und ist als solche von Samstag, 24. Januar, bis 30. November frei zugänglich.
An diesem Sonntag folgt die Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand“ und präsentiert, wie schon erwähnt, internationale Teppiche zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Bereits am 12. Februar eröffnet die Ausstellung „AI-Worlding. Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen“, welche sich mit dem fortlaufenden Prozess des KI-basierten Worldings auseinandersetzt und das künstlerische Experiment als Untersuchungswerkzeug in den Fokus rückt.
Frage nach der Wirkmacht von Gestaltung und Demokratie
Ab Mai rücken das Programm von WDC 2026 und die Frage nach der Wirkmacht von Gestaltung ebenso wie nach der Verbindung von Gestaltung und Demokratie immer mehr in den Fokus der Ausstellungen im Museum Angewandte Kunst. „Positions on Freedom. Gestaltung und ihre Grenzen“ beispielsweise vereint vielschichtige Blickwinkel auf die Frage, wie Freiheit in und durch Gestaltung sichtbar, verhandelbar und erfahrbar wird. Der „WDC-Campus“ ist ein zentrales Zukunftsprojekt der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 im Museum Angewandte Kunst und bietet Studenten, Absolventinnen und Absolventen sowie Start-ups eine Plattform, um innovative Projekte und Visionen für eine nachhaltige Zukunft für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu präsentieren. Die Ausstellung „On Display. Grafikdesign als soziale Praxis“ untersucht die gesellschaftliche Dimension von Grafikdesign und fragt nach seiner Wirkmacht in Zeiten politischer, technologischer und sozialer Umbrüche. „How to Design a Revolution: The Chilean Road to Design“ ist eine umfassende Ausstellung über Grafik-, Textil- und Industriedesign während der Regierung von Salvador Allende in Chile (1970-1973).
Jubiläumsausstellung der Stiftung Buchkunst
Neben weiteren Ausstellungen im Rahmen von WDC 2026 erwartet die Besucherinnen und Besucher außerdem eine Jubiläumsausstellung der Stiftung Buchkunst sowie eine Ausstellung zum Nachlass des Designers Wilhelm Braun-Feldweg. Im Ikonenmuseum gibt es ab Mitte April zudem eine Pop-Up-Ausstellung mit neuen Dauerleihgaben aus der Ikonensammlung des Bode-Museum Berlin zu sehen.
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