Kultur

Literatur, Kunst und Erinnerung – der Schriftsteller und Bibliothekar Ludwig Greve im Fokus

Am 11. Februar im Frankfurter Bürgersalon im Holzhausenschlösschen

Eine bewegte Lebensgeschichte, Literatur und Kunst treten in einen Dialog über Erinnerung, Sprache und künstlerische Existenz: Am 11. Februar ab 19:30 Uhr widmet die Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen einen Abend ihres „Frankfurter Bürgersalon“ dem Schriftsteller und Bibliothekar Ludwig Greve. Begleitet wird die Veranstaltung von einer Ausstellung mit Bildern seiner Enkelin Laila Sternstein.

Hanns Zischler
Hanns Zischler
Foto: Ulrich Weichert
Ermutigung
Ermutigung
Foto: Laila Sternstein.

Ludwig Greve wurde 1924 in Berlin in eine assimilierte jüdische Familie geboren und versuchte 1939 zu emigrieren. Als dies misslang, schloss er sich im Alter von 20 Jahren der französischen Résistance an, leitete Transporte verfolgter Jugendlicher und versuchte die Flucht seiner Familie zu organisieren. Nur seine Mutter konnte er retten – mit ihr wanderte er 1945 nach Palästina aus. 1950 kehrte er nach Deutschland zurück. Aus Greves Gedichten, Briefen und Erinnerungen, in denen er sich selbst „zur Figur“ machte, liest der bekannte Schriftsteller, Essayist und Schauspieler Hanns Zischler. Konzipiert wurde der Abend von Ruthard Stäblein.

Im Zusammenspiel von Literatur und Kunst entsteht dabei ein vielschichtiges Porträt, denn anlässlich der Veranstaltung wird auch die Ausstellung „Ermutigung“ mit Bildern von Ludwig Greves Enkelin Laila Sternstein im Foyer des Holzhausenschlösschens gezeigt. Zu sehen ist sie vom 11. Februar bis 11. März 2026 im Rahmen aller öffentlichen Veranstaltungen im Holzhausenschlösschen. Der Eintritt am 11.2. ist frei, eine Anmeldung über die Website der Frankfurter Bürgerstiftung ist erforderlich. Aktuell gibt es noch wenige Restplätze.

Die Kombination von Lesung und Ausstellung knüpft an den Anspruch der Frankfurter Bürgerstiftung an, literarische, historische und gesellschaftliche Themen in einem offenen Gesprächsraum zu verbinden. Die gemeinnützige, allein durch Spenden anderer Stiftungen und vieler privater Einzelspender finanzierte Stiftung macht das Holzhausenschlösschen durch solche Projekte auch zu einem Ort der kulturellen Reflexion. Mit über 300 Veranstaltungen pro Jahr fördert die Frankfurter Bürgerstiftung Bildung, Demokratie und kulturelle Teilhabe in der Stadt; daneben leitet sie oft langjährige Projekte in den Bereichen Soziales und Forschung.

Das vollständige Programm im Holzhausenschlösschen gibt es unter www.frankfurter-buergerstiftung.de.

Veranstaltungsort: Holzhausenschlösschen, Justinianstraße 5, Frankfurt und Holzhausenpark, Frankfurt