Gerald Domenig-Ausstellung im Dom-Museum
In seiner Reihe zeitgenössischer künstlerischer Interventionen zeigt das Dommuseum Frankfurt noch bis zum 11. Januar unter dem Titel „Gerald Domenig – DOM“ Werke des Künstlers und Autors Gerald Domenig im Kreuzgang des Frankfurter Doms. Am Samstag, 10. Januar, 16.00 Uhr, haben Besucher letztmalig die Gelegenheit, vom Künstler persönlich durch diese Ausstellung geführt zu werden.
Foto: Gerald Domenig
Die künstlerischen Schwerpunkte des seit über 50 Jahren in Frankfurt lebenden Gerald Domenig sind die Fotografie, das Zeichnen und das Schreiben. Er ist fast täglich mit der Kamera in Frankfurt unterwegs und hat auf diese Weise auch den Frankfurter Dom und den Domturm vielfach fotografiert. Fotografieren ist für ihn ein stetiges Nachdenken über das Entstehen von Bildern.
Ausgesprochen virtuos, meist analog fotografierend, ist Gerald Domenig ein Meister der Verfremdung des scheinbar Vertrauten, der Grautöne und der Schatten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Architekturfotografie. Dabei geht es weniger um Wiedererkennbarkeit als vielmehr um Details, Besonderheiten, Irritierendes, stets mit dem Ziel zu einer eigenständigen Bildkomposition oder fragilen Ordnung zu finden. Räumlichkeit wird oft verunklärt, vorne und hinten können in eins fallen.
Die Ausstellung „Gerald Domenig – DOM“ umfasst etwa 50 Fotografien. Mit drei Ausnahmen handelt es sich bei allen gezeigten Bildern um Handabzüge des Künstlers auf Barytpapier. Viele sind in der unmittelbaren Umgebung des Frankfurter Domes entstanden. Den seit den 1980er Jahren entstandenen Aufnahmen des Frankfurter Doms sind Kirchen und Kapellen gegenübergestellt, wie beispielsweise das „Kapellele“ seines Heimatortes Hermagor in Kärnten, die Gerald Domenig zu verschiedenen Anlässen fotografiert hat. Besonders hervorzuheben ist die 1993 entstandene Serie über das Innere der Oude Kerk in Amsterdam.
Gerald Domenig (*1953 in Villach) studierte von 1972 bis 1973 an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Rolf Sackenheim und von 1974 bis 1978 an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Raimer Jochims, Thomas Bayrle und Herbert Schwöbel. Zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen, unter anderem im MMK (2015), in der Wiener Secession (2016), im Fotohof Salzburg (2023), sowie Buchpublikationen, unter anderem I call them squares (2016), Die Vergangenheit (2020), GD West (2025).
Das Buch zur Ausstellung „GD DOM“ (184 Seiten, zahlreiche Abbildungen in Farbe und Schwarzweiss, Druck: DZA, Druckerei zu Altenburg, ISBN 978-3-7533-0883-8, 35,00 Euro) ist im Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln 2025 erschienen. Es beinhaltet einen sehr persönlichen Text aus Erinnerungen, Reflexionen, Geschichten und Träumen – und ist zugleich ein Beitrag zu einer Philosophie des Mediums Fotografie.
Die Ausstellung „Gerald Domenig – DOM“ ist noch bis zum 11. Januar 2026 im Dommuseum Frankfurt zu sehen. Eintritt: 4 Euro (3 Euro ermäßigt). Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 10.00 bis 17.00 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen, 11.00 bis 17.00 Uhr. Montags geschlossen. Die Künstler-Führung mit Gerald Domenig findet am Samstag, 10. Januar 2026, 16.00 Uhr, statt. Anmeldung unter fuehrungen@dommuseum-frankfurt.de.
Weitere Informationen unter www.dommuseum-frankfurt.de