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Frankfurter Sparkasse erzielte das beste Geschäftsjahr in ihrer Geschichte

Das erfolgreichste Geschäftsjahr in der über 200-jährigen Geschichte der Frankfurter Sparkasse (Fraspa) konnte gestern der scheidende Vorstandsvorsitzende von Hessens größter Sparkasse, Dr. Ingo Wiedemeier, in der Frankfurter Zentrale in der Neue Mainzer Straße, für das Jahr 2025 bekanntgeben. Das Betriebsergebnis nach Bewertung konnte im Vergleich zum Vorjahr nochmal auf 23,1 Mio. EUR nach 179,0 Mio. EUR im Jahr 2024 verbessert werden.  

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Das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr der Fraspa war das Jahr 2025. Gestern stellten die Zahlen der Vorstand vor. Unser Bild zeigt von links: Dr. Sven Matthiesen, den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Ingo Wiedemeier, Andrea Kilian und den designierten Vorstandsvorsitzenden Arne Weick.
Foto: Ralph Delhees

Die Bilanzsumme stieg bis zum Stichtag um 3,1 % oder 710,8 Mio. EUR auf 23,4 Mrd. EUR. Getragen wurde das kräftige Wachstum von einer Belebung des Kreditgeschäfts und der Gewinnung neuer Kundeneinlagen.

„Das vergangene Geschäftsjahr ist gekennzeichnet von einem sehr erfolgreichen Kundengeschäft und einer deutlichen Steigerung der operativen Erträge. Mit den Erträgen sind wir sehr zufrieden“, resümierte der 54-jährige Dr. Ingo Wiedemeier, der ab 1. April als Finanzvorstand zur Hessischen Landesbank (Helaba) - nach knapp sechs Jahren bei der Fraspa - wechselt. „In allen Altersklassen“, so der Vorstandsvorsitzende, „aber ganz besonders in der jungen Zielgruppe konnten wir zahlreiche neue Kundinnen und Kunden für die Frankfurter Sparkasse gewinnen. Das stimmt uns gerade mit Blick auf die Zukunft sehr zuversichtlich“.

Wachstum durch gestiegenes Kreditgeschäft
Ein Großteil des Wachstums geht auf das originäre Kreditgeschäft und insbesondere auf die Immobilienfinanzierungen zurück. Durch die Belebung des Neugeschäfts nahm deren Bestand um 5,4 % oder 439,4 Mio. EUR auf zuletzt 8,5 Mrd. EUR zu. Auch die Kommunaldarlehen konnten zulegen. Die Darlehen zur Finanzierung öffentlicher Investitionen stiegen um 16,0% bzw. 74,4 Mio. EUR auf 538,7 Mio. EUR zum Bilanzstichtag. Im Geschäftsjahr 2025 sagte die Frankfurter Sparkasse neue Kredite und Darlehen in Höhe von 1,7 Mrd. EUR zu. Das entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Höhe von 36,7 % bzw. 461,6 Mio. EUR.

Betriebsergebnis nach Bewertung gesteigert
Aufgrund der starken operativen Erträge hat die Frankfurter Sparkasse das Geschäftsjahr 2025 mit einem Betriebsergebnis nach Bewertung in Höhe von 223,1 Mio. EUR abschließen können (Vorjahr: 179,0 Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung in Höhe von 24,6 % bzw. 44,1 Mio. EUR.

Nach der Dotierung der Vorsorgereserven nach den §§ 340f und 340g HGB in Höhe von 97,1 Mio. EUR sowie dem Abzug des Steueraufwandes in Höhe von 66,0 Mio. EUR verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 60,0 Mio. EUR (Vorjahr: 60,0 Mio. EUR). Gemäß dem Fraspa-Gesetz sind aus dem Jahresüberschuss 20,0 Mio. EUR den Gewinnrücklagen zuzuführen.

Frankfurter Sparkasse zukunftsfähig ausgerichtet
Innerhalb der letzten Jahre hat die Frankfurter Sparkasse wichtige strategische Entscheidungen getroffen und damit die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Mit dem Ausbau der digitalen Kanäle und Beratungscenter hat sie ihre dahingehende Leistungsfähigkeit konsequent gesteigert und weitere Kapazitäten und Kompetenzen aufgebaut. Gleichzeitig stärkt die Frankfurter Sparkasse ihren stationären Vertrieb durch erhebliche Investitionen in die stationäre Infrastruktur.

Bis 2029 sollen alle Filialen nachdem neuen Konzept umgebaut sein
Als deutlich sichtbares Zeichen ihrer engen Verbindung zur Region und den hier lebenden Menschen hat die Frankfurter Sparkasse die Modernisierung ihrer Filialen vor Ort weiter vorangetrieben. Seit Beginn der Maßnahme wurden in den vergangenen Jahren 19 von 60 Filialen geschlossen. Die Filialen Bad Vilbel, Höchst, Dornbusch, Preungesheim, Oberrad, Rödelheim und Sachsenhausen technisch wie auch energetisch auf den neusten Stand gebracht. Die eigenen CO₂-Emissionen konnten seit 2017 um über 30 % gesenkt werden. Bis zum Jahr 2029 sollen insgesamt rund dreißig Filialen nach dem neuen Konzept umgebaut werden.

Die persönliche Erreichbarkeit vor Ort bleibt neben einem leistungsfähigen digitalen Angebot ihr wichtigster Wettbewerbsvorteil. Daher betreibt die Frankfurter Sparkasse mit 41 Filialen, 31 SB-Stellen und rund 180 Geldautomaten das mit Abstand dichteste Filial- und Automatennetz im Großraum Frankfurt.

Die positive Entwicklung der Fraspa ist auch das Ergebnis der strategischen Weichenstellungen und Neuausrichtung im Vertrieb. „Wir betreiben für unsere Kundinnen und Kunden das dichteste Filial- und Automatennetz im Raum Frankfurt und sind gleichzeitig online bestens erreichbar. Wir kombinieren persönliche Präsenz und ausgezeichnete Beratung in modernen Filialen vor Ort mit digitaler Exzellenz“, so Wiedemeier.

Starkes Kundenwachstum vor allem bei junger Zielgruppe
Im Berichtsjahr ist es der Frankfurter Sparkasse erneut gelungen, zahlreiche neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen, derzeit sind es rund 800.000. Die Gesamtzahl der Girokonten konnte auf über 516.000 gesteigert werden.

Dies entspricht einem Nettowachstum von mehr als 14.500 Konten. Ein maßgeblicher Teil des Wachstums geht auf Zuwächse bei der jungen Zielgruppe zurück. Innerhalb eines Jahres konnte der Anteil der S-Giro 069NXT-Konten an der Gesamtzahl der Girokonten von zunächst 3,9% auf 9,0 % gesteigert werden. 

Sehr erfolgreich mit 069NXT
Zum Hintergrund: Frankfurt ist Hessens pulsierende Metropole. 069NXT ist die Marke der Frankfurter Sparkasse, die das junge, urbane Lebensgefühl verkörpert. Mit 069NXT ist die Frankfurter Sparkasse sehr erfolgreich in den sozialen Medien aktiv. Mehr als 60.000 zumeist jüngere Menschen folgen dem Tiktok-Kanal. Zudem finden zahlreiche Veranstaltungen unter diesem Label statt. Das zugehörige Girokonto S-Giro 069NXT ist bedingungslos gebührenfrei bis zum 30. Lebensjahr. Ein Tagesgeld sowie ein Depotmodell ergänzen das Angebot für die junge Zielgruppe.

Ausbildungsquote steigt auf fast zehn Prozent
Im vergangenen Geschäftsjahr gelang es der Frankfurter Sparkasse 70 junge Talente für eine Berufsausbildung, ein duales Studium oder ein FOS-Jahrespraktikum bei Hessens größter Sparkasse zu gewinnen. Mit 159 aktiven Auszubildenden bei aktuell insgesamt 1.601 Beschäftigten ist die Frankfurter Sparkasse die größte Ausbilderin von Bankkaufleuten in der IHK Frankfurt am Main.

Gesellschaftliche Verantwortung der Frankfurter Sparkasse
Seit mehr als 200 Jahren eng mit der Region verwurzelt, übernimmt die Frankfurter Sparkasse gesellschaftliche Verantwortung. Im Geschäftsjahr 2025 wurden über ihre Stiftungen, Sponsorings und Spenden finanzielle Förderungen in Höhe von mehr als zwei Millionen EUR an zahlreiche Vereine, soziale Initiativen und gemeinnützige Organisationen ausgeschüttet. Die Förderschwerpunkte liegen auf Kunst, Kultur, Sozialem, Bildung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Dr. Weick: „Bleiben im Hinblick auf die heimische Wirtschaft optimistisch
Nachfolger von Dr. Wiedemeier ist Dr. Arne Weick, der im Rahmen der Bilanzpressekonferenz auf aktuelle Entwicklungen im neuen Geschäftsjahr einging. „Mit der zunehmenden Eskalation im Nahen Osten spüren wir natürlich eine Verunsicherung im Mittelstand und der Industrie. Sollte der Konflikt noch länger andauern, dürfte insbesondere der hohe Ölpreis die Erholung der Konjunktur abschwächen“, berichtet Dr. Arne Weick. „Dennoch bleiben wir im Hinblick auf die heimische Wirtschaft optimistisch. Das Rhein-Main-Gebiet ist und bleibt der wichtigste Motor einer ganzen Region. Viele erfolgreiche Unternehmen sind hier ansässig. Wir stehen unseren gewerblichen und privaten Kunden auch in herausfordernden Zeiten mit hoher Kompetenz und Finanzkraft zur Seite.“