Reisen

Erneut positive Zahlen für die Freizeitregion Taunus

Trotz leicht rückläufiger Zahlen auf Hessischer Ebene verzeichnet der Tourismus in der Freizeitregion Taunus erneut ein geringes Wachstum: Laut den neuesten Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes (HSL) in Wiesbaden stiegen die Übernachtungszahlen im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent auf 3.154.017, während 958.640 Gästeankünfte gezählt wurden, was gegenüber 2024 eine leichte Zunahme um 1 Prozent bedeutet.

Für den Taunus Touristik Service (TTS) stellen diese Kennzahlen eine wichtige Grundlage dar, auch wenn sie das touristische Gesamtgeschehen nur eingeschränkt abbilden. Vor allem der für die Region bedeutsame Tagestourismus fließt nicht vollständig in die Statistik ein. Zudem werden Beherbergungsbetriebe mit weniger als zehn Schlafplätzen in der amtlichen Erhebung nicht systematisch erfasst.

In Gesamthessen wiederum zählten die hessischen Beherbergungsbetriebe im vergangenen Jahr 15,5 Millionen Gästeankünfte und damit 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Übernachtungen sank 2025 um 1,2 Prozent auf 34,3 Millionen. Durchschnittlich blieben die Gäste in Hessen 2,2 Tage in ihrer Unterkunft, im Taunus dagegen 3,97 Tage, was unter anderem auch durch die längeren Kuraufenthalte zu begründen ist.

Im Hochtaunuskreis, der sich über einen großen Teil der Freizeitregion Taunus erstreckt, zählte man im vergangenen Jahr 430.401 Ankünfte, das sind 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Main-Taunus-Kreis, der neben dem Hochtaunuskreis der zweite Gründungslandkreis des Taunus Touristik Service ist, verzeichnete ebenfalls einen geringen Zuwachs der Gästeankünfte von 0,7 Prozent.

Zu den Städten und Gemeinden mit den meisten Ankünften und Übernachtungen zählt der wirtschaftsstarke Standort Eschborn, wo seit einigen Jahren neben der Deutsche Börse viele weitere Unternehmen angesiedelt sind, die für ein hohes Aufkommen an Geschäftsreisen sorgen.

Die meisten Übernachtungen wurden in den beiden Kurstandorten Bad Nauheim (674.524) und Bad Homburg (572.423) gezählt. Bad Homburg erzielte zudem mit 7 Prozent die zweithöchste Steigerung bei den Ankünften im Hochtaunuskreis und wurde lediglich von Königstein im Taunus übertroffen, wo ein starkes Plus von 8,4 Prozent erreicht wurde.

„Die aktuellen Zahlen für den Taunus zeigen eine solide Entwicklung trotz leicht rückläufiger Werte auf Landesebene in Hessen. Das unterstreicht die besondere Anziehungskraft unserer Region als beliebtes Ausflugsziel mit direkter urbaner Anbindung an die Metropolregion FrankfurtRheinMain“, erklärt Daniela Krebs, Geschäftsführerin des Taunus Touristik Service e.V. „Gleichzeitig verstehen wir diese Entwicklung als Motivation, den Tourismus als wesentlichen wirtschaftlichen Standortfaktor im Zusammenschluss mit unseren Partnern und Tourismusakteuren weiterzuentwickeln und den gesamtgesellschaftlichen Mehrwert, den er bietet, stärker in das Bewusstsein aller zu rücken. Mit unserem Markenkonzept bündeln wir die Stärken des Taunus strategisch und machen sie klarer sichtbar, um die Identität der Region langfristig nachhaltig zu positionieren.“

Aufgrund der großen Relevanz des Tagestourismus sind vor allem die Besucherzahlen der Freizeiteinrichtungen ein wichtiger Indikator für die Tourismusentwicklung im Taunus. Der Opel-Zoo erreichte das zweite Jahr in Folge einen neuen Besucherrekord mit 648.090 Gästen, 9,5 Prozent mehr als 2024 und startet somit zuversichtlich in sein 70.Jubiläumsjahr. Dieses herausragende Besucheraufkommen ist wohl neben dem häufig guten Wetter auch auf die Geburt des Elefantenkalbs „Kaja“ sowie des Netzgiraffen-Nachwuchses „Kimia“ zurückzuführen. Ebenfalls über einen deutlichen Besucherzuwachs freuen konnte sich das Kurbad in Königstein mit einem Plus von gut 11 Prozent.

Den majestätischen Kronen des Taunus auf dem Baumwipfelweg in Bad Camberg kamen 110.000 Gäste ganz nah und damit 37,5 Prozent mehr als im Jahr 2024.

In seinem dritten Betriebsjahr erreichte das Casals Forum erneut einen Besucherzuwachs, 38.500 Musikbegeisterte besuchten das Konzerthaus in Kronberg.

Die konstant positiven Besucherzahlen der Freizeiteinrichtungen betonen die anhaltende Beliebtheit der Naherholungsregion. Neben einem vielfältigen Angebot an Rad- und Wanderwegen in den Naturparken Taunus und Rhein-Taunus bietet die Region zahlreiche abwechslungsreiche Ausflugsziele – von historischen Altstädten über bedeutende archäologische Ausgrabungsstätten bis hin zu eindrucksvollen Aussichtspunkten mit Blick auf die Frankfurter Skyline und die umliegenden Höhenzüge.