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Einzelhandel erwartet zu Ostern ein Minusgeschäft

Für das diesjährige Ostergeschäft im Einzelhandel erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro, das bedeutet einen Rückgang um 6,5 Prozent zum Vorjahr. Rund um das Osterfest Geld auszugeben, planen gut 40 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher. Das geht aus einer im Auftrag des HDE durchgeführten, repräsentativen Umfrage unter 500 Personen hervor.

„Ostern ist ein wichtiger Umsatzimpuls im Einzelhandel. Anlassbezogene Ware ist zu dieser Zeit stark gefragt, besonders beliebt sind bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern dabei Lebensmittel“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. So wollen laut der HDE-Umfrage über 86 Prozent Lebensmittel verschenken. Knapp zwei Drittel planen den Kauf von Dekorationsartikeln (61,9 Prozent). Auch Spielwaren (45,9 Prozent) und Blumen (44,7 Prozent) zählen zu beliebten Geschenken zum Osterfest. Viele Geschäfte haben mit Umsatzeinbußen, Personalengpässen und der Bürokratie zu kämpfen, sodass auch in diesem Jahr circa 4.900 Geschäfte schließen werden, wie eine Prognose hervorsagt. Erfreulich ist dagegen, dass sich die Kunden und Kundinnen in den Innenstädten durch die Geschäftswelt sicher fühlen.

Insgesamt rechnet der HDE zu Ostern mit einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro im Einzelhandel. Pro Kopf sind somit Osterausgaben in Höhe von 38 Euro zu erwarten. „Aufgrund der anhaltend angespannten wirtschaftlichen und politischen Lage ist die Konsumlaune der Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin verhalten. Viele Händlerinnen und Händler hoffen daher, dass das Ostergeschäft die Konsumstimmung wieder etwas ankurbeln kann“, so Genth. Ostern ist nach Weihnachten der zweitgrößte feiertags bezogene Konsumanlass.

Die repräsentative Umfrage wurde im Auftrag des HDE vom IFH Köln durchgeführt. Befragt wurden 500 Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland.

Verlust von 4.900 Geschäften prognostiziert
Seit zehn Jahren gehen in Deutschland jährlich mindestens 4.500 Geschäfte oder mehr verloren. Besonders bitter waren die Corona-Jahre zwischen 2020 und 2023, da stieg der Wert teilweise auf über 11.000. Für 2026 verheißt der Verlust von 4900 Geschäften nichts Gutes.

Das zeigt eine aktuelle Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Bei dieser Zahl sind die Neueröffnungen in der Branche bereits gegengerechnet. HDE-Präsident Alexander von Preen warnt im Vorfeld des Handelsimmobilienkongresses in Berlin vor einer Gewöhnung an den jährlichen Aderlass und vor den dramatischen Folgen für viele Innenstädte. Im Vorjahr verzeichnete der HDE ein Minus bei der Zahl der Geschäfte von 4500.

Geschäfte des Einzelhandels als Stabilitätsanker für Stadtzentren

„Lebendige Innenstädte werden als sicher wahrgenommen. Dabei spielt der Einzelhandel nachweislich die tragende Rolle. Die Menschen sehen Geschäfte mit Mitarbeitern und bei Dunkelheit beleuchtete Schaufenster als entscheidenden Sicherheitsfaktor.

Mit 78 Prozent fühlt sich die große Mehrheit der Menschen in Innenstädten in Deutschland sicher. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, vom Handelsverband Deutschland (HDE) beauftragten Studie. Demnach werden insbesondere Einzelhandelsgeschäfte als besonders sichere Orte wahrgenommen, 90 Prozent sehen das so. Negative Wirkungen entstehen vor allem durch Leerstände, ein heruntergekommenes Erscheinungsbild der Städte oder Vandalismus. Der HDE fordert angesichts der steigenden Herausforderungen in den Innenstädten größeres politisches Engagement auf allen Ebenen.