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Bestnoten für die Versorgung von Prostata-Patienten

Kompetenzzentrum der Hochtaunus-Kliniken erfolgreich rezertifiziert

Auch für das vergangene Jahr wurde das Kompetenzzentrum Prostata der Hochtaunus-Kliniken erneut top bewertet. Das Uro-Cert-Zertifikat des Verbands urologischer Kompetenzzentren erfüllt alle 17 Kriterien des Bundesklinik-Atlas und entspricht den Standards des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG).

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PD Dr. med. Jon Jones
Foto: Hochtaunus-Kliniken

Das Institut ist eine unabhängige wissenschaftliche Institution in Deutschland, die im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Verfahren zur Messung und Verbesserung der Qualität in der Gesundheitsversorgung entwickelt und umsetzt – hauptsächlich durch die Erstellung von Qualitätsindikatoren, um Transparenz für Patienten zu schaffen. Zertifizierte Kliniken stehen für höchste Qualitätsstandards und werden im Bundesklinik-Atlas hervorgehoben.

Bei der Rezertifizierung wurde in den Hochtaunus-Kliniken insbesondere die hervorragende operative Expertise im Bereich der radikalen Prostatektomie, also der vollständigen operativen Entfernung der Prostata, mit der roboter-assistierten Da Vinci-Technik hervorgehoben.  „Diese nervenschonende Technik erlaubt die operative Entfernung der karzinombefallenen Prostata unter filigraner Schonung benachbarter Strukturen und letztlich einer sehr guten Rekonvaleszenz der Patienten“, erklärt PD Dr. med. Jon Jones, Chefarzt der Urologie an den Hochtaunus-Kliniken und Leiter des Kompetenzzentrums Prostata.   

Ein weiteres Plus für die Patienten ist die Erweiterung des operativen Spektrums bei der Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung: Mit der sogenannten HoLEP-Methode wurde in Bad Homburg zum ersten Mal ein laserbasiertes Verfahren eingesetzt, das nun als Ergänzung zu den bereits bestehenden operativen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung steht und in ausgewählten Fällen zur Linderung einer Blasenentleerungsstörung führt. 

Die HoLEP-Methode (Holmium-Laser-Enukleation der Prostata) ist ein minimal-invasives Laser-Verfahren zur Behandlung einer gutartig vergrößerten Prostata, bei dem das überschüssige Gewebe mit einem Holmium-Laser präzise „geschält“ und in der Blase zerkleinert wird, bevor es entfernt wird, was zu weniger Blutverlust und kürzeren Krankenhausaufenthalten führt.

„Alles in allem bieten die Hochtaunus-Kliniken ein umfangreiches Repertoire hochmoderner operativer Behandlungsformen für Prostataerkrankungen. Die Rezertifizierung bestätigt dies eindrucksvoll und unterstreicht den Anspruch der Hochtaunus-Kliniken, den Bürgern der Region höchste Qualität zu bieten.“ 

In Deutschland erkranken jährlich etwa 115.000 Menschen an bösartigen urologischen Krebserkrankungen, darunter Prostata-, Harnblasen-, Nieren-, Hoden- und Peniskrebs, wobei der Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern ist. Man rechnet jedoch mit einer Verdopplung der Fälle bis 2040 aufgrund der alternden Gesellschaft.