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Baum des Jahres: Junge Zitterpappeln am StadtWaldHaus gepflanzt

Leicht zitternde Blätter im Wind, schnell wachsend und erstaunlich widerstandsfähig: Die Zitterpappel (Populus tremula), auch Aspe genannt, ist eine typische Pionierbaumart. Nun ist sie zum Baum des Jahres 2026 gewählt worden.

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Tina Baumann, Leiterin StadtForst Frankfurt, und Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, pflanzen eine Zitterpappel auf dem Gelände der Fasenerie
Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß

„Die Stadt Frankfurt setzt gezielt auf ökologisch wertvolle und klimaresiliente Baumarten. Die Zitterpappel gehört dazu“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, anlässlich des Internationalen Tags des Baumes am Sonntag, 26. April. „Als Pionierbaum legt die Zitterpappel das Fundament für vielfältige und robuste Waldstrukturen. Sie verträgt Trockenperioden und Temperaturstress besonders gut und kann sich schnell in gestörten und trockenen Standorten etablieren. Genau das ist es, was Frankfurts Stadtwald in einer wärmeren, trockeneren Zukunft braucht.“ Zapf-Rodríguez hatte bereits Anfang März während der Pflanzperiode gemeinsam mit der Leiterin des StadtForst Frankfurt, Tina Baumann, mehrere Exemplare auf dem Gelände der Fasanerie am StadtWaldHaus gesetzt.

Die jungen Zitterpappeln sind derzeit nur wenige Zentimeter hoch und kaum sichtbar. Sie stammen aus einer aufwendigen Eigenproduktion des StadtForst Frankfurt: Das Saatgut stammt aus einem Forst in Sachsen und wurde in den zurückliegenden Monaten erstmals selbst vermehrt. Auf Grund der feinen Struktur wurden die Samen mit einem Salzstreuer ausgesät. Bemerkenswert:  Aus einem Gramm Saatgut entstehen 300 bis 400 keimfähige Samen. Neben den Pflanzungen auf dem Fasaneriegelände wurden weitere 432 Jungpflanzen herangezogen. Sie sollen im Forstrevier Oberrad weiter anwachsen.

Als heimische Baumart hat die Zitterpappel eine hohe ökologische Bedeutung. Sie bietet zahlreichen spezialisierten Insektenarten Lebensraum, darunter auch seltenen Schmetterlingen. Ihr Stamm eignet sich für Höhlen und Nistplätze, Knospen und Rinde dienen verschiedenen Tierarten als Nahrung. Auch für die Nährstoffkreisläufe im Wald spielt sie eine wichtige Rolle. (ffm)