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Bau: Hessen wächst leicht – Frankfurt spürt die Folgen am Bau- und Immobilienmarkt

Das hessische Bauhauptgewerbe hat im Jahr 2025 trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen moderat zugelegt. Die Branche erzielte einen nominalen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro, ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Baugewerbe leicht im Plus
Foto: stock.adobe.com | JT Jeeraphun/HSL

Auch der Auftragseingang entwickelte sich positiv und erreichte 6,4 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 6,8 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit knapp 33.000 Personen nahezu stabil und legte leicht um 0,2 Prozent zu.

Für Frankfurt lassen sich zwar keine isolierten Zahlen ausweisen, doch die regionale Entwicklung spiegelt den hessenweiten Trend klar wider. Der Frankfurter Bau- und Immobilienmarkt ist seit Jahren geprägt von hohen Kosten, zunehmender Projektkomplexität und Verzögerungen bei Großvorhaben. Diese Faktoren wirken sich auch auf die Nachfrage nach Baumaterialien und Dienstleistungen aus.

Lokale Beobachtungen zeigen: Während der Wohnungsbau vielerorts rückläufig ist, sichern Infrastrukturprojekte wie U‑Bahn‑Erweiterungen oder städtische Modernisierungsvorhaben weiterhin Auftragsvolumen – auch wenn Verzögerungen die kurzfristige Nachfrage dämpfen. Langfristig bleibt die Metropolregion aufgrund ihrer wirtschaftlichen Stärke ein stabiler Treiber der Baukonjunktur. 

Insgesamt bestätigt 2025 ein Bild der Stabilisierung, das auch Branchenverbände betonen: Die Bauwirtschaft bleibt ein zentraler Motor der hessischen Wirtschaft, muss sich jedoch an steigende Baukosten, ausbleibende Wohnungsbauimpulse und wachsende regulatorische Anforderungen anpassen.